Newsletter bestellen
Newsletter kündigen
Straßenbauamt nimmt zu Einwendungen der BI Stellung: Zentrale Probleme der B 26n bleiben ungelöst
Sehr geehrte Mitglieder und Freunde,
die Planungen für die B 26n schreiten weiter voran.
Im November 2021 hat die Bürgerinitiative „Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg (B 26n) e.V.“ Einwendungen gegen das Planfeststellungsverfahren für den ersten Bauabschnitt der B 26n erhoben. Inzwischen liegt die Stellungnahme des Staatlichen Bauamts Würzburg zu diesen Einwendungen vor. Auch die Stellungnahme zu den Einwendungen des BUND Naturschutz in Bayern e.V. wurde veröffentlicht. Die Bürgerinitiative arbeitet mit dem BUND Naturschutz eng zusammen, auch da dieser im Gegensatz zur Bürgerinitiative berechtigt ist, gegen einen Planfeststellungsbeschluss zu klagen.
Die Einwendungen sowie die Stellungnahmen des Staatlichen Bauamts finden Sie auf unserer Homepage unter https://b26n.org/planfeststellungsverfahren.html.
Bitte lassen Sie uns Ihre Einwendung und die Antwort des Straßenbauamtes zukommen an: vorstand@B26n.org. Diese Einwendungen bilden die Grundlage für die weitere Auseinandersetzung. Sie dokumentieren die breite Ablehnung des Projekts und enthalten zahlreiche Argumente gegen den Bau der B 26n.
Wo stehen wir im Verfahren der B 26n?
Aktuell befindet sich das Projekt noch im Planfeststellungsverfahren, also im eigentlichen Genehmigungsverfahren für den Bau der B 26n beziehungsweise ihrer Teilabschnitte. Am 6. Juli 2021 beantragte das Staatliche Bauamt die Planfeststellung für den ersten Bauabschnitt der B 26n zwischen Karlstadt und dem Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck. Dabei handelt es sich um die Ortsumgehung Arnstein vom Anschluss Arnstein Ost (heutiges Ende der B 26a) bis zur geplanten Anschlussstelle Arnstein West im Bereich Dattensoll zwischen Müdesheim und Hundsbach.
Die Frist für Einwendungen endete am 12. November 2021. Mit einer Pressemitteilung vom 31. Juli 2026 teilte das Staatliche Bauamt mit, die mehr als 1.000 Einwendungen abgearbeitet zu haben. Tatsächlich erhielten die Bürgerinitiative und der BUND Naturschutz die Stellungnahmen bereits im Juni. Wie es nun weitergeht, ist noch offen. Die Regierung von Unterfranken muss die Stellungnahmen prüfen und entscheiden, ob ein öffentlicher Erörterungstermin stattfindet oder das Verfahren schriftlich geführt wird. Aus unserer Sicht müssen die Planunterlagen erneut ausgelegt werden. Das Klimaschutzgutachten war bei der Auslegung im Jahr 2021 nicht enthalten. Darüber hinaus sind zusätzliche Untersuchungen erforderlich, insbesondere zum Thema Wasser- und Grundwasserschutz.
Wir befinden uns daher derzeit in einer Zwischenphase des Genehmigungsverfahrens. Vor einem Planfeststellungsbeschluss muss zunächst ein Erörterungstermin stattfinden. Erst danach kann ein Planfeststellungsbeschluss erlassen werden, der gegebenenfalls gerichtlich überprüft werden kann.
Die nun vorliegenden Stellungnahmen geben einen Einblick, wie das Staatliche Bauamt auf die vorgebrachten Einwendungen reagiert. Dabei bleiben unserer Einschätzung nachzentrale Probleme des Projekts weiterhin unbeantwortet.
Unsere Kritik an der Argumentation des Straßenbauamts
Das Staatliche Bauamt behandelt den ersten Bauabschnitt als eigenständiges Projekt. Damit werden jedoch wesentliche Probleme der Gesamtplanung ausgeblendet.
Nach den eigenen Unterlagen würde der Bauabschnitt zu einer Verkehrszunahme im Werntal führen. Gleichzeitig argumentiert das Bauamt, der Abschnitt diene der Entlastung Arnsteins und verfolge deshalb eigenständige Ziele. Damit wird in Kauf genommen, dass die Trasse zunächst bei Müdesheim endet und über Jahre hinweg zusätzlicher Verkehr durch das Werntal sowie in Richtung Karlstadt geleitet wird.
Nach unserer Auffassung dient die isolierte Betrachtung des ersten Bauabschnitts vor allem dazu, die erheblichen Konflikte des Gesamtprojekts auszublenden.
Dazu zählen insbesondere naturschutzfachliche Probleme wie die bedeutenden Fledermausvorkommen bei Heßlar oder die Überquerung des Buchentals. Diese Probleme stellen nicht nur die Genehmigungsfähigkeit, sondern auch die Finanzierbarkeit des gesamten Projekts infrage.
Hinzu kommt, dass wesentliche Planungsgrundlagen inzwischen überholt sind:
- Die Verkehrsprognosen stammen aus den Jahren 2017 und 2018, also aus der Zeit vor der Corona-Pandemie sowie vor dem Ausbau von A 3 und A 7.
- Die naturschutzfachlichen Gutachten berücksichtigen die fortschreitende Klima- und Biodiversitätskrise nur unzureichend.
- Die wasserrechtlichen Bewertungen werden den verschärften Problemen der Grundwasserknappheit in Unterfranken nicht gerecht.
- Landwirtschaftliche Flächen werden durch den fortschreitenden Flächenverbrauch zunehmend knapper.
Unser Fazit
Die vorliegenden Stellungnahmen konnten unsere zentralen Einwände nicht entkräften. Im Gegenteil: Viele der von uns angesprochenen Probleme bleiben weiterhin ungelöst.
Die B 26n ist mit hohen Kosten verbunden, ihr verkehrlicher Nutzen bleibt fraglich, und ihre Auswirkungen auf Menschen, Natur und Klima sind erheblich. Besonders problematisch ist der nun geplante erste Bauabschnitt bei Arnstein. Unabhängig von der Frage einer Ortsumgehung führt jeder weitere Ausbau zu zusätzlichem Verkehr im Werntal sowie in den westlichen Teilen der Landkreise Main-Spessart und Würzburg bis hinein in den Main-Kinzig-Kreis.
Die B 26n würde unsere Heimat durch Lärm, Luftverschmutzung sowie die Versiegelung wertvoller Flächen nachhaltig beeinträchtigen. Am Brennpunkt Buchental wird deutlich, welche Folgen das Projekt für Mensch und Natur hätte: eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft würde zerstört werden.
Deshalb gilt:
Für eine Verkehrspolitik für Mensch, Natur und Klimaschutz!
Gegen die Verschwendung von Steuergeldern!
Für den Erhalt unserer Heimat. Gegen den Bau der B 26n!
Mit natur- und heimatverbundenen Grüßen
| Dr. Sonja Stahl | Andrea Rothenbucher | Armin Beck |
| stellv. Vorsitzende, Steinfeld | stellv. Vorsitzende, Hettstadt | stellv. Vorsitzender, Karlstadt |
Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg (B26n) e.V.
Tulpenstraße 15, 97854 Steinfeld
vert.d.d. stellv. Vorsitzenden: Dr. Sonja Stahl, Armin Beck, Andrea Rothenbucher
Wenn Sie keine weiteren Mails der BI gegen die B26n haben wollen, antworten Sie bitte auf diese Mail mit dem Betreff 'Abmelden'. Wir tragen Sie dann aus dem Mailverteiler aus.
E-Mail: vorstand@b26n.org Internet: https://www.b26n.org Registergericht: Amtsgericht Würzburg, VR 200 133, Sitz: Karlstadt
Newsletter
- 18.09.2026 11:01: Straßenbauamt nimmt zu Einwendungen der BI Stellung: Zentrale Probleme der B 26n bleiben ungelöst
- 07.01.2026 09:14: B26n Brennpunkt Buchental am 11.01.2026
- 06.05.2025 21:45: Einladung zur Jahreshauptversammlung
- 31.01.2024 21:01: Mitgliederbrief 2023
- 12.10.2022 21:00: Mitgliederbrief 2022 und Einladung zur JHV
- 15.09.2021 21:41: B26n: Einladung & wichtige Informationen rund um den Widerstand gegen die B26n
- 17.07.2021 08:25: BI gegen die B26n: Einladung zu zwei Veranstaltungen gegen die B26n in Lohr
- 21.09.2020 22:12: BI gegen die B26n: Trassenwanderung um Arnstein am 27.09.2020
- 31.01.2020 06:32: BI B26n: Podiumsdiskussion und Sternwanderung
- 12.01.2020 11:26: BI gegen die B26n: Einladung zu Terminen & Aktionen gegen die B26n